Web 2.0

Zunächst war das Internet für sehr viele Menschen ein nicht ganz einfach zu nutzendes, sehr technisches System. Es gab nur wenige “Nutzer“ (Menschen die regelmäßig Inhalte, teils kommerziell, teils privat, für das www bereitstellten) und sehr zahlreiche “Benutzer“ (Konsumenten, die wiederum die bereitgestellten Inhalte passiv nutzten). Außerdem bestand das Web viele Jahre ganz überwiegend aus statischen html-Seiten, von denen viele für längere Zeit unverändert ins Netz gestellt und nur gelegentlich überarbeitet oder in größeren Zeitabständen ausgetauscht wurden.

Der Begriff “Web 2.0“ bezieht sich weniger auf spezifische Technologien, sondern primär auf eine veränderte Nutzung und Wahrnehmung des Internet.

Dieses so genannte Buzzword, geprägt von Tim O'Reilly, hat seit einigen Jahren Hoch-Konjunktur und wird in allen Bereichen von Medien und Marketing zunehmend ernster genommen. Es geht um die zweite Generation des Internet, nachdem die erste in der Blase des “Neuen Marktes“ zu ihrem finalen Zusammenbruch gekommen ist. Web 1.0, das waren von Kundenwünschen abgehobene Unternehmensziele, die mit zum Teil großem (finanziellen) Aufwand in den Markt gedrängt werden sollten.

Web 2.0 bedeutet hingegen, Benutzer erstellen und bearbeiten Inhalte in entscheidendem Maße selbst. Man spricht hierbei von “user generated content“. Darüber hinaus wird die “Vernetzung“ der Nutzer untereinander gefördert.

Das Mitmachen und Mitgestalten findet zudem in der Werbebranche starken Zuwachs und wird zum zentralen Ansatz einer neuen Strategie des Marketings von Werbeagenturen. Hier wird nicht mehr verordnet, sondern hier finden User innovative und herausragende Ideen im gemeinsamen Ringen. Dies ist die zukunftsweisende Tendenz, die auch das Marketing 2.0 prägen wird.